die Kunst des Gleichmuts
- e.ekert
- 1. Jan.
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Wir alle kennen sie – diese Momente, in denen das Leben einen anderen Plan hat als wir. Eine Nachricht, ein Anruf, eine unerwartete Wendung – und plötzlich ist nichts mehr so, wie es eben noch war. Ob es kleine Irritationen im Alltag sind oder große Umbrüche im Leben: Das Ungeplante konfrontiert uns oft mit Kontrollverlust, Unsicherheit und Stress.
Doch genau hier liegt auch eine Einladung. Eine Einladung zur inneren Haltung, zur Kunst des Loslassens, zur Entwicklung von Gleichmut.
Was tun, wenn nichts nach Plan läuft?
Der erste Impuls ist meist Widerstand. Wir ärgern uns, kämpfen innerlich gegen das an, was wir nicht ändern können. Doch dieser Kampf kostet Kraft – und bringt selten Lösungen.
Stattdessen kann ein bewusster Perspektivwechsel helfen: Was, wenn wir das Ungeplante nicht als Störung, sondern als Teil des Lebens akzeptieren? Als Lehrer, der uns Geduld, Flexibilität und Vertrauen lehrt?
Gleichmut statt Kontrolle
Gleichmut bedeutet nicht Gleichgültigkeit. Es ist eine Haltung ruhiger Klarheit und innerer Stabilität – auch in stürmischen Zeiten. Wenn wir lernen, das Unvermeidliche anzunehmen, ohne es zu dramatisieren oder uns darin zu verlieren, gewinnen wir an Stärke.
Diese Haltung wächst nicht über Nacht. Sie entsteht durch Übung: durch Achtsamkeit, durch das bewusste Atmen in schwierigen Momenten, durch die Frage „Was ist jetzt wirklich wichtig?“
Praktische Impulse für den Alltag
Atme bewusst durch, bevor du reagierst. Das schafft Raum zwischen Reiz und Reaktion.
Akzeptiere, was du nicht ändern kannst, und fokussiere dich auf das, was du gestalten kannst.
Vertraue dem Prozess. Manchmal erschließt sich der Sinn einer Wendung erst später.
Das Leben ist nicht planbar – aber wir können lernen, mit dem Ungeplanten zu tanzen, statt dagegen anzukämpfen. In diesem Tanz liegt die Chance auf Wachstum, auf innere Freiheit – und auf die Erfahrung, dass wir oft stärker sind, als wir denken.
Veröffentlicht am 01. Januar 2026

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